Hallo

ich bin Toni der Tonklumpen und lade Euch ein, unsere Sonderausstellungen im Museum anzuschauen.

Hier könnt Ihr sehen, was Töpfer und Keramikkünstler heute aus Ton machen, was in Duingen früher los war, und auch mal selbst etwas töpfern!

Toni der Tonklumpen

Ausstellungen 2017



DiArt Malerei von Birgit Hagen und ihrer Enkelin Mia Nicolai.

Eröffnung der Sonderausstellung am 22. Januar 2017 um 15:00 Uhr.

Birgit Hagen und ihre Enkelin zeigen Kunst aus ihrer Werkstatt in Lübbrechtsen, dort entstehen im gemeinsamen Atelier großformatige Bilder.
Inspirieren lassen sich Enkelin Mia und Großmutter Birgit von Phantasie und Natur. Farben und Formen der Bilder erzeugen Stimmungen, aber auch Spannungen.

Die Ausstellung kann bis zum 13. März 2017 besucht werden.

 


Ausstellungen 2016

 

Kennen Sie eigentlich...?               

                                               Machen Sie sich ein Bild!

                                                                    ...von den Orten der neuen Samtgemeinde Leinebergland

Sonderausstellung in Duingen und Gronau, 15. Oktober bis 27. November

 Ab dem ersten November 2016 bilden die Stadt Gronau und die Samtgemeinde Duingen, sowie der Flecken Eime die neue Samtgemeinde Leinebergland.

 Aus diesem Anlass wollen sich die neuen Partner in einer Ausstellung einander vorstellen. Jeder Mitgliedsort präsentiert sich mit einigen Fotos und einem kurzen Text.  Dafür kooperieren das Museum in Gronau und das Töpfermuseum Duingen und zeigen in ihren Räumen jeweils die Bilder aus den Dörfern der neuen Partnergemeinden. Es erscheint eine kleine Broschüre, die die Ausstellung zusammenfasst und in den Museen sowie an vielen weiteren Stellen kostenlos erhältlich ist. 

Tonindustrie Niedersachsen 31. Januar bis 15 Mai

Hohlpfannen aus Coppengrave erkennt man noch heute auf manchen Dächern alter Gebäude an ihren sehr hellen Rottönen.

 

Am 6. März 1923 baute eine Aktiengesellschaft in Coppengrave ein Dachziegelwerk, das 1926 in Betrieb genommen werden konnte. Grundlage dafür waren die reichen Tonvorkommen, die schon seit dem Mittelalter für handwerkliche Töpfereien ausgebeutet wurden, und nun in großen Stil abgebaut und verarbeitet werden konnten. Schon bald jedoch geriet die „Tonidustrie Niedersachsen“ in erste Schwierigkeiten, ausgelöst durch die Weltwirtschaftskrise. Zu diesem Zeitpunkt trat Georg Gott, ein junger Ziegelfachmann in die Firma ein. Er führte den Betrieb zu Blütezeiten, ermöglicht durch die  Wiederaufbauphase nach dem zweiten Weltkrieg. In dieser guten Zeit, das Werk beschäftigte damals 160 Mitarbeiter, konnten einige soziale Projekte finanziert werden, die heute noch das  Ortsbild von Coppengrave prägen. So unterstützte die Firma den Eigenheimbau am Koppelweg und in der Schulstraße, und baute auf dem Firmengelände einen Sportplatz.  Dort wird heute noch alljährlich ein Fußballturnier zum Gedächtnis an den früheren Mäzen ausgetragen. 

Im Jahr 1962 verstarb Georg Gott. In der Folge wechselte die Firmenleitung einige Male. Die Konjunktur ließ nach, man produzierte nun auch Klinker, aber der Abstieg ließ sich nicht verhindern. Im Jahr 1977 fusionierte die Firma mit dem Hilsklinkerwerk in Hohe Warte, das nur wenige hundert Meter entfernt lag. Die nun „Vereinigten Ziegelwerke Coppengrave“ konnten sich bis 1982 über Wasser halten. Dann brach auch dieses Konstrukt auseinander. Das Dachziegelwerk wurde an die Firma Jacobi in Bildhausen verkauft und ging 4 Jahre später in Konkurs.

Die Ausstellung im Töpfermuseum erinnert mit alten Fotos, einigen Objekten und einem großen anschaulichen Modell des Werksgeländes an die Geschichte der Ziegelfabrik, die für den Ort Coppengrave eine besonders produktive Zeit bedeutet hat.

  

 

Gabi Ehrminger, Polierte Unikate aus dem Holzbrand 22. Mai bis 28 August


Meine Keramik ist aus rotem oder weißem Ton doppelwandig an der Scheibe gedreht. Die geschlossenen Formen nehme ich als Untergrund für das Farbspiel des Feuers. Mit dem Polieren meiner Keramik beginne ich, wenn diese im lederharten Zustand ist. Die Oberfläche verdichte ich hierbei so lange mit glatten Steinen immer wieder, bis sie lufttrocken ist und schon vor dem ersten Brennen diese samtige Glätte aufweist. Nach einem Schrühbrand bei 900°C erfolgt der Holzbrand. Hierbei werden die einzelnen Stücke zusammen mit Brennmaterial (Holz, Hobelspäne, Pflanzenteile, etc,) im Ofen aufgeschichtet. Nach dem Zumauern wird dieser entzündet, Während des Brandverlaufes über 8 bis 12 Stunden entsteht durch Steuerung der Luftzufuhr oxidierende oder reduzierende Atmosphäre im Ofen die zusammen mit der Anordnung der Keramik das Farbspiel erzeugt.



 

 

Ausstellungen 2015

 

Guido Sengle   11.10. 2015 - 10.1.2016

Vom 11. Oktober an zeigt eine Sonderausstellung im Töpfermuseum Duingen Keramik des Kasseler Gefäßkünstlers Guido Sengle. Auf der Töpferscheibe einzeln per Hand gedreht, erscheinen die Töpfe, Vasen und Schalen gleichwohl präzise geformt. Die Proportionen von Rand, Fuß und Wandstärke, Größe und Gewicht wirken genau austariert und verleihen den weichkurvigen Umrissen ein würdevolles In-sich-Ruhen.

Die glasierten Oberflächen erscheinen besonders und kostbar. Da gibt es samtweich mattierte Krakeleeglasuren mit eingefärbten Spannungsrissen zu sehen, die ihre netzartigen Muster über die Oberfläche ziehen, oder durchscheinendes Schuppekrakelee, das den Blick in die Tiefe der Glasschichten führt. Aber auch schwarze, blickdichte, und steinern wirkende Glasuren, sowie vielfarbig und schrundige Mehrfachglasuren.

Die Geschlossenheit des strengen Formenkanons jedoch vermag diese Diversität der Oberflächen problemlos zusammen zu halten. Sie zeigt einen Meister in seiner ganz eigenen Sprache.

Guido Sengle studierte von 1977 an der Universität Kassel bei Prof. Ralf Busz und gründete 1983 sein Atelier in Frankfurt am Main. Seit 1988 lebt und arbeitet er in Kassel.

 

 

 

Sybille Abel-Kremer - Keramik  10.5. - 30.8.2015

 Die Leipziger Keramikerin zeigt in einer neuen Sonderausstellung im Töpfermuseum Duingen Gefäße, deren Formen in ihrer robusten Einfachheit an bronzezeitliche Urnen erinnern. Die Formen sind weich und rundlich, ohne Ecken und Kanten. Die Schalen, Kummen, Vasen und Dosen liegen gut in der Hand und  machen sich der menschlichen Berührung angenehm. Die reduzierend gebrannten Ascheglasuren sind dick aufgetragen, wirken erdig und schrundig. Das Material verbirgt sich nicht.

Das Interesse an archaischer Keramik begleitete Sybille Abel-Kremer schon, bevor sie Anfang der 1990er Jahre bei Volker Ellwanger an der Johannes-Gutenberg Universität in Mainz studierte. Dabei geht es der Keramikerin nach wie vor nicht um Imitation, sondern darum, die zeitlose Schönheit der Urformen in unsere Zeit zu transponieren. Das Repertoire an Formen hält sie bewusst klein. Ihr Gestaltungswille erschöpft sich in kleinen Abweichungen und Variationen. So entstehen Reihen von unaufdringlichen aber charakteristischen Unikaten, mit klar gegliederten und dennoch weich fließenden Umrissen, deren Oberflächen von Elementarem berichten.