Frau mit dem geflügelten Haarschopf

Sitzende mit Säugling

Kopf des Herakles

trunkene Frau


Fotos: @ Christian Rose

 

 

 

„Die schönsten Griechinnen kommen aus Hildesheim“

- Schöne & Kuriose Tonfiguren der Antikensammlung Pelizaeus -

Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 28.11.2021 um 15 Uhr!

Im Museum gilt die 2G-Regel! Bitte legen Sie bei einem Museumsbesuch Ihren Impfausweis, den Nachweis in der App, oder ein Zertifikat für Genesene (nicht älter als sechs Monate) vor.

Die »schönsten Griechinnen« sind ca. 20 cm groß, bestehen aus gebranntem Ton und sind über 2.000 Jahre alt. Sie gehörten zum Besitz des Hildesheimer Sammlers Wilhelm Pelizaeus, der von 1869-1914 in Ägypten lebte und dort eine weltberühmte Antikensammlung aufbaute, zu der auch die kleinformatigen Tonfiguren der griechischen Zeit Ägyptens (332–31 v. Chr.) gehören.

Die Ausstellung führt in dieses griechisch und zugleich immer noch pharaonisch geprägte Ägypten. Die von Eroberer Alexander dem Großen 331 v. Chr. gegründete Stadt Alexandria wurde zur ›Megacity‹ ausgebaut, inklusive der berühmten Bibliothek. Menschen des griechischen Kulturkreises, der das gesamte Mittelmeer umspannte, wanderten in das schon für die ›alten Griechen‹ sagenumwobene und viel ältere Ägypten ein. Jetzt wurden auch im Land am Nil in griechischem Stil hergestellte Tonfiguren in Heiligtümern, Gräbern und Häusern verwendet – als religiös aufgeladene Weihegaben, als Zeugnisse von Trauer in Gräbern sowie als identitätsstiftende und das eigene Leben reflektierende Figuren in Häusern. Frauendarstellungen wie die sog. Dame in Gelb erzählen auf sinnliche Art von Schönheit und Luxus. Vor allem in den griechischen Gräbern von Alexandria wurden perfekt erhaltene Tonfiguren gefunden, darunter Figuren wie die Frau mit dem geflügelten Haarschopf und die Sitzende mit Säugling. Der nur wenige Zentimeter große filigrane Kopf des Herakles steht stellvertretend für die Verbundenheit mit der griechischen Kultur.

Spannungsvoll ergänzt werden die »schönsten Griechinnen« durch unterhaltsam bis grotesk wirkende Figuren wie die zwei anscheinend weintrunkenen Gaukler, die weltweit einmalig sind. Äußerst realistisch wirkt hingegen der kleine Kopf einer alten, möglicherweise trunkenen Frau.

Nach Jahrzehnten sind nicht nur die schönen, sondern auch die kuriosen Hildesheimer Terrakotten von Weltrang endlich wieder in einer gemeinsamen Sonderausstellung zu sehen.

Hauptförderer der Ausstellung ist die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland.
Weitere Förderer: Duinger Heimat- und Kulturverein e. V., Flecken Duingen und die Volksbank eG Seesen. Die Leihgaben stammen vom Kooperationspartner Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim (RPM). Kurator der Ausstellung ist der Klassische Archäologe Dr. Sven Kielau, wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am RPM.

Zu sehen ist die Sonderausstellung vom 28.11.2021 – 29.05.2022 im Töpfermuseum in Duingen jeweils mittwochs + sonntags von 15 – 17 Uhr und nach Vereinbarung.
Freier Eintritt, jeden ersten Sonntag im Monat Kuratorengespräch.

Gaukler    Dame in Gelb